Monastir

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Donnerstag, den 16.04.2026

Heute Morgen begrüßt uns beim Aufwachen die Sonne. Doch auch in Tunesien gibt es Aprilwetter und 1 Stunde später schüttet es wieder, aber nur kurze Zeit. Ver-und Entsorgen ist hier etwas umständlich, aber es geht.  Um 11 Uhr ist alles fertig und wir fahren 139 km südwärts bis Monastir. Im Carrefour in Hammamet kaufen wir für die nächsten Tage ein. In Monastir finden wir neben der Marina einen Stellplatz für unser Womo mit direktem Blick auf den Ribat, ein Ende des 8. Jhdts. erbautes Wehrkloster.

Es ist nicht mehr geöffnet. Ganz in der Nähe ist der große Friedhof, vom Vorplatz aus kann man zum Mausoleum des Expräsidenten Bourguibas laufen, der am 06. April 2000 verstarb und dem zu Ehren man ein prächtiges Grabmal in der Nähe des Ribat errichtet hat. Wir sind auch hier zu spät,

machen einen kurzen Spaziergang durch die Medina,

essen dann in einem im Reiseführer erwähnten Restaurant „El Medina“ Couscous mit Hühnchen bzw. Merguez, ( uns schmeckt es nicht) und laufen zurück zum Womo. Hier werden wir die Nacht verbringen und schauen morgen mal, ob wir den Ribat und das Mausoleum noch besichtigen.


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Weltkulturerbe Dougga bis Nabeul

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Weltkulturerbe Dougga bis Nabeul

Mittwoch, den 14.04.2026 – Donnerstag, den 15.04.2026

Der Übernachtungsplatz war o.k., im Restaurant gab es nur eine Speisekarte in arabischer Schrift. Was wir essen wollen? Wir haben nichts verstanden außer Pizza, und haben – überfordert wie Helmut Kohl mit der Frage „ White bread or black bread?“, Pizza bestellt. Sie lag schwer im Magen. Während der Nacht regnet es kräftig, auch am Morgen des 14. April ist es kalt – 11°, windig und nass und statt zu laufen fahren wir die wenigen Kilometer bis zur antiken Stadt Dougga. Besiedelt wurde sie von den Puniern, Römern und schließlich den Byzantinern. Alte Gassen, schon mit Kanalisation unter den Steinplatten, Tempel, Badehäuser, Latrinen – 12 nebeneinander im geselligen Halbrund – mit Wasserspülung-, ein Theater, das meiste sehr gut erhalten. Aber es macht keinen Spaß bei 11 Grad starkem Wind und Regen durch die alten Steine zu laufen.

Zurück am Auto beschließen wir, doch wieder westwärts zu fahren. Nabeul bietet ein Hotel mit Campingplatz – da wollen wir heute Abend sein.

Unterwegs wird Jürgen von einem anderen Autofahrer darauf aufmerksam gemacht, dass einer der rechten Zwillingsreifen platt aussehe – tatsächlich. Mit dem Kompressor haben wir ihn wieder von 0 auf 4 bar aufgepumpt, sind weitergefahren und haben über die Ursachen nachgedacht. Reifen kaputt? Sind ganz neu. Ventil kaputt? Eher wahrscheinlich. Nabeul ist noch 140 km entfernt. Alle 30 km kontrolliert Jürgen den Luftdruck, pumpt jedes Mal nach und bereits im Dunkeln erreichen wir unseren Platz in Nabeul – Hotel und Camping Jasemin. Der Betreiber hat in Deutschland Hotel- und Gaststättengewerbe studiert. Sehr nett und hilfsbereit.

Wir finden noch einen Platz, obwohl es für unser langes Dickschiff schwierig ist, schlafen gut und tauschen uns am nächsten Tag – noch immer regnerisch, mit anderen Gästen aus und erhalten gute Tipps.

Gegen Mittag fahren wir im Ort zu einer Werkstatt, die mal eben mit 4 Altreifen eine Fahrbahn sperrt und für 7 Euro das kaputte Ventil austauscht. Auf Französisch klappt die Verständigung prima – ohne diese Sprachkenntnisse geht nicht viel. (Falk, hör auf deine Oma! Du musst Französisch lernen, das ist wichtig.)

Wir fahren zurück zum Campingplatz und laufen anschließend zum Souk, 35 Minuten Fußweg, sind enttäuscht, wenn wir an Marokko denken, kommen in einen heftigen Regenschutt, den wir in einem Cafe abwarten und fahren für 5 Dinar = 1,30 Euro mit dem Taxi zurück zum Campingplatz. Ab morgen soll das Wetter wieder besser werden.

Einschiffung und Ankunft in Tunesien

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12.04 2026 – 13.04.2026

Wir erreichen den Hafen um 10.45 Uhr. Es ist wie immer: chaotisch, unstrukturiert, unfreundlich. Die überheblichen Einweiser sollten sich mal ein Beispiel nehmen am Personal der Skandinavienfähren und deren Organisationstrukturen. Für Nachahmer sei angemerkt: nach Ankunft im Hafen in das Check in Büro im 1. Stock gehen, sich die Kabinentickets holen und die zusätzlich erforderliche tunesische Einreisegebühr bezahlen. In unserem Fall für 2 Personen + Womo sind das 28,80 €. Ein Formular muss ausgefüllt werden mit Namen und Passdaten der in Tunesien einreisenden Personen, vorher kommt man nicht aufs Schiff.

Da die gebuchte Fähre ausgetauscht wurde gegen das erst 2026 fertiggestellte neue Fährschiff Aurora, erhielten wir eine andere, schlechtere Kabine als gebucht. Die am 08.04. abgesetzte Email, die uns vorab informieren sollte, wurde uns aber heute erst angezeigt, nachdem wir schon an Bord waren. Auf diesem neuen Schiff, von den Chinesen gebaut, gibt es weniger Suiten und für uns war keine mehr frei. Dafür Essensgutscheine und Erstattung des Differenzbetrages. Nun sitze ich auf einem Hockerle, komme mir vor wie ein Kind am zu hohen Schreibtisch, während ich anfange, den Blog zu schreiben. Die Matratzen sind ganz dünn und knochenhart, morgen haben wir bestimmt blaue Flecken.

Die Aurora fährt mit LNG statt mit Diesel und ist schneller, und so kommen wir bereits um 14.30 Uhr deutscher Zeit – 2 Stunden früher – in La Goulette an, einem Vorort von Tunis. Die Ausfahrt verläuft überraschend diszipliniert, keiner hupt oder versucht sich vorzudrängeln.

Passkontrolle geht zügig für alle. Der Zoll ist für die Landsleute ein Offenbarungseid. In vielen, teils überdachten Reihen stehen die tunesischen Autos und haben alles ausgeladen.

Bei den Touristen geht es anders, aber die Anweisungen und Informationen sind spärlich und unvollständig. Im Grunde läuft es so: Man geht mit Pass, Zulassungsschein, für Tunesien freigeschaltetem grünen Versicherungsschein und dem schon zu Hause ausgedruckten QR Code zum Schalter Nr. 4. Dort erhält man ein Durchschlagspapier mit der Genehmigung, das Fahrzeug in Tunesien benutzen zu dürfen. Damit muss man schräg gegenüber zur Polizeistation, die jetzt das Fahrzeug in den Pass einträgt. Bewaffnet mit Pass, Durchschlagspapier mit Genehmigung zurück zum Zollofficer. Der nimmt den Durchschlag, schaut nicht ins Fahrzeug und fragt nicht nach zu verzollenden Gütern, sondern wünscht gute Fahrt, indem er den Durchschlag stempelt und etwas hinkritzelt. Am Hafenausgang muss man dann dieses Papier abgeben und ist eingereist. Es hat mehr als eine Stunde gedauert um das herauszufinden und alles beisammen zu bringen, und so können wir das Hafengelände um 16.30 Uhr verlassen.

Warnung vor dem Geldautomaten in diesem Areal – er funktioniert nicht.

Es ist Sonntag, der Carrefour ist geöffnet, Tankstellen in Tunis akzeptieren die Mastercard, der Liter Diesel kostet 75 Cent 😊 😊 😊, für den Kauf einer Sim Card fahren wir zum Flughafen. Parken vor der Abflugebene, im Gebäude runter in die Ankunftsebene, dort ist ein Telekomladen. Für 20 Dinar und gegen Passvorlage erhalten wir eine Sim Karte, gültig für 1 Monat.

Als Übernachtungsplatz wählen wir in Park4night einen Parkplatz am Meer in Sidi Bou Said, einer als sehr sehenswert beschriebenen Stadt nahe Tunis. Bis in die Nacht hinein ist es sehr laut, Poser gibt’s hier reichlich. Doch dann wird es ruhig und wir können bis 7.30 Uhr (deutsche Zeit 8.30) wunderbar schlafen.

Gegen Mittag laufen wir bergauf in den Ort Sidi Bou Said. Weiß getünchte Häuser, blaue Türen und Balkonbrüstungen sind Markenzeichen, ebenso die Nägel in den Türen, die etwas über den Wohlstand aussagen.

Die Expressionisten Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet reisten 1914 zwei Wochen durch Tunesien, unter anderem auch nach Sidi Bou Said. Licht, Farben und Formen haben sie begeistert und sollen ihren Stil maßgeblich beeinflusst haben.

Das Städtchen ist quirlig, die Verkäufer sind freundlich und absolut unaufdringlich, es könnte ein Schmuckstück sein, wenn es sauberer wäre.

Wir stärken uns mit einem/einer? Manakiche, das ist ein dünner, knuspriger Hefeteigfladen mit verschiedenen Füllungen – sehr lecker.

Der Himmel färbt sich bedrohlich schwarz und bald öffnet er seine Schleusen. Glücklicherweise haben wir Schirme im Rucksack und schaffen es ziemlich trocken zurück ins Womo. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht im Norden überall gleich aus: Regen. Die Küste macht da wenig Sinn, also fahren wir 128 km südwestlich ins Land hinein, um uns morgen die antike römische Stadt Dougga anzuschauen. Wir stoppen direkt an der P 5 auf dem Parkplatz des Restaurants „Espace Bicha“, wo wir gleich noch essen werden – nicht ruhig, aber sicher soll es sein.

Immer wieder Afrika – diesmal Tunesien

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Auf Umwegen zur Fähre nach Genua

29.03.2026 – 10.04.2026

Es sind Osterferien. Schon lange hatten wir unseren Enkeln versprochen, die Technikmuseen in Speyer und Sinsheim mit ihnen  zu besuchen. Jetzt ist eine gute Zeit dafür. Am Sonntag holen wir Falk und Ennio mit dem Wohnmobil ab und übernachten in Speyer auf dem Womo-Stellplatz direkt beim Museum.

In wenigen Schritten sind wir am Montag am Museum, bestaunen unter anderem einen riesigen Jumbo, das russische Transportflugzeug Antonow, den Seenotrettungskreuzer John T. Essberger, Dampflokomotiven, unzählige Oldtimer, Motorräder und auch den Buran, das russische Pendant zum Space-Shuttel. Den größten Eindruck hinterlassen wohl der Jumbo und das U-Boot U 9, Beides konnten wir auch von innen besichtigen.

Am späten Nachmittag bummeln wir durch die Altstadt von Speyer.

Am Dienstagmorgen geht’s weiter nach Sinsheim. Vieles ist ähnlich, doch hier sind besonders die Concorde und die ihr zum Verwechseln ähnlich sehende Tupolev TU -144 zu erwähnen. Man kann hineingehen, aber es ist mühsam und lässt auch schwindlig werden, denn beide sind in Steillage aufgebaut und der Gleichgewichtssinn ist irritiert. Auch hier wieder Oldtimer, Dampflokomotiven, Motorräder sowie Kriegsgeräte, Fahrzeuge und Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg.

Hier gibt es keinen schönen Stellplatz, deshalb fahren wir weiter nach Schwetzingen. Dort besichtigen wir am Mittwoch das Schwetzinger Schloss, Sommerresidenz der in Mannheim residierenden Herzöge von der Kurpfalz, errichtet von Herzog Karl Theodor und schlendern durch den wunderschönen Schlosspark mit seinen Wasserspielen.

Am Donnerstag treffen wir uns in Mannheim mit Sebastian und Astrid, machen bei herrlichem Frühlingswetter einen ausgiebigen Spaziergang durch die Rheinauen

und fahren gegen Abend alleine weiter Richtung Toskana, um uns dort mit Christians Familie sowie meiner Schwester und meinem Schwager zu treffen.

Der Osterreiseverkehr sorgt dafür, dass wir sehr viel Zeit im Stau verbringen und statt am Karfreitag erst am Abend des Ostersamstag ankommen – auf einem agricampeggio podernuovo nahe Volterra. Bei herrlichem Wetter verbringen wir dort gemeinsam 2 Tage,

fahren nach dem Besuch von Volterra weiter ans mare bei Bibbona südlich von Livorno und genießen weitere 4 Sonnentage auf dem tollen Camping Esperidi direkt am Meer. Hüpfburg und Strand begeistern unsere Enkelinnen und Opa baut mit ihnen Sandtürme umgeben von Wassergräben.

Am Freitag brechen wir auf in Richtung Genua. In Livorno gibt es eine Mercedes Truck Werkstatt, wo wir wegen eines ESP Fehlers vorstellig werden. Wir haben unser Fehlerauslesegerät leider zu Hause vergessen, aber die Werkstatt bestätigt, dass kein Sensorausfall vorliegt und löscht den Fehlerspeicher für 123 Euro. Bislang ist keine neue Fehlermeldung aufgetreten.

Abends stoppen wir in Lavagna auf einem Stellplatz 50 km vor Genua. Morgen soll die Fähre um 15 Uhr auslaufen.

Heimreise

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Montag, den 09.03.2026

Ohne Aufregungen ist es langweilig.  Wir sind genau in unserem Zeitplan, der besagte, um 10 Uhr Ortszeit Hotel verlassen. Um kurz vor 10 fehlt nur noch mein Portemonnaie aus dem Tresor. 9 Tage haben wir ihn problemlos öffnen und schließen können,  aber heute meldet das Display „Error“. Alle guten Worte helfen nicht. Die Rezeptionistin verspricht, jemanden zu schicken. 5 Minuten vergehen, niemand kommt. Auch nach 10 Minuten ist noch niemand da.  Erneuter Anruf  –  ja, sofort, es kommt jemand.  Dann ist Hilfe da und wir erreichen den Flughafen pünktlich,  geben das Auto problemlos ab und die Koffer auf. Beim Sicherheitscheck wird mein Rucksack reklamiert.  Warum? Jürgen hat sein Bundeswehrtaschenmesser bei mir eingepackt. Noch 45 Minuten bis Abflug. Ich bewachen das Handgepäck,  Jürgen rennt zurück bis zur Gepäckaufbewahrung. Natürlich sind die Koffer längst weg. Ein Mitarbeiter von TUI nimmt das Messer an sich und verspricht, es an unsere Adresse zu schicken.  Schauen wir mal.

Als Jürgen schweißgebadet erneut durch den securitycheck rennt, ist bereits das boarding in vollem Gange. “ Letzter Aufruf“, steht auf der Anzeigetafel. Im Galopp zum Gate 15 – seeehr weit- aber wir kommen noch – als letzte- in den Flieger und ….. ja, jetzt sitzen wir in Ffm am Fernbahnhof.

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Pyramiden von Guimar

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Sonntag, den 08.03.2026

Wetter bis immer. In Guimar scheint die Sonne, aber es bläst ein eisiger Wind.

Thor Heyerdal  hat hier geforscht und  6 Stufenpyramiden aus dem 19. Jhdt entdeckt und die nicht, wie erst vermutet, aus der Zeit der Guanchen stammen. Sie sind exakt auf die Sommer- und Wintersonnenwende ausgerichtet.  Wer mehr wissen möchte, kann das Internet befragen. 2 Stunden laufen wir durch die Ausstellung und die Gartenanlage, dann finden wir eine Bank an sonniger, windgeschützter Stelle und kriegen prompt einen Sonnenbrand.

Dann ist Kofferpacken angesagt. Morgen geht’s nach Hause. Das Frühstück werden wir vermissen,  ansonsten freuen wir uns sehr auf zu Hause.

Auf der Suche nach Sonne

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Samstag, den 07.03.2026

Playa Del Duque bei Adeje soll ein toller Strand sein, aber ich mach es kurz: Hotelklötze, Appartmentsiedlungen und viele, viele Menschen , Sturm – alles da, aber Sonne? Nee!

Nix wie weg. Da gibt es – bereits wieder in unsere Richtung, einen Ort namens Costa del Silencio (D) – vielleicht mit weniger Sturm? Nomen est omen? Wir finden sogar einen Parkplatz, doch am Meer stürmt es und es ist lausig kalt, keine Spur von Silencium. Also auch nichts. Weiter Richtung Heimat.

Und wieder ist der Himmel blau über Abados. Im gleichen kleinen Restaurant wie vorgestern sitzen wir windgeschützt in der Sonne und genießen Fassbier und einen wunderbaren Salat, einer für zwei hätte gereicht. 10 € / Portion.

Morgen ist unser letzter Tag. Wir wollen uns die Pyramiden von Guimar anschauen.

Afrikanischer Markt in Santa Cruz

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Freitag, den 06.03.2026

Auf dem Weg zum Afrikanischen Markt bummeln wir durch den wunderbaren Park vor unserem Hotel.

Viel Afrika findet man hier inzwischen nicht mehr. Trotzdem ist der Markt beeindruckend. Früchte und Obst in den leuchtendsten Farben lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Sehr schönes Kunsthandwerk bietet sich als Souvenir an. Im Tiefgeschoss kann man wieder frische Fischfänge bestaunen und – faszinierend – es riecht nirgendwo nach Fisch. An vielen Ständen kann man frisch zubereitete Seafood genießen, aber da hätten wir weniger frühstücken müssen. Schade, aber es passt nichts mehr rein in den Bauch……

… denn das Fühstück im Hotel ist Versuchung pur: Verschiedene, frisch im Restaurant hergestellte Säfte, iberische Wurt-, Schinken-und Käsesorten, Rühreier, gekochte Eier, Tortilla, Räucherfisch, echter Kaviar, Joghurt, Obst, zahllose Brot-und Brötchensorten ….. und wem das alles noch nicht genug ist, der kann von der Frühstückskarte noch diverse Eier- und Toastgerichte bestellen.

Ganz in der Nähe des Afrikanischen Marktes liegt das Casa del Carneval. Es wurde 2017 eröffnet und soll während des ganzen Jahres Einblicke in eines der wichtigsten Feste der Kanaren geben. Doch leider ist es vorübergehend wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Auf dem Rückweg zum Hotel bewundern wir einige herrliche Kolonialbauten

und erhaschen tatsächlich auf unserem Balkon noch ein paar Sonnenstrahlen.

Hunger haben wir noch immer nicht und da Jürgen stark erkältet ist, lassen wir das Abendessen ausfallen und gehen früh zu Bett.

Küstenspaziergang bei Abona – erstes Sonnenbad am Strand

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Donnerstag, den 05.03.2026

Heute zieht es uns erneut an die sonnige Kante von Abona. Die Küste in Südrichtung wollen wir erwandern. Dort ist es wieder sonnig, aber sehr windig. Wir steigen auf den Bergkamm, werden oben fast weggeblasen und belassen es bei einem kurzen Rundweg.

Zurück im Örtchen suchen wir uns einen halbwegs windgeschützten Platz an der Playa und nehmen unser erstes Sonnenbad.

Anschließend sind wir gut paniert und auch zwischen den Zähnen knirscht es. Dagegen hilft ein wunderbares Gezapftes, 0,4 l für 2,50 €. Wir fassen es kaum und bestellen gleich noch Pimientos de Padron und Tintenfisch. Lecker!

Geisterstadt bei Punta Abona

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Mittwoch, den 04,03.2026

Wieder ist es grau in grau, aber für den Süden ist besseres Wetter vorhergesagt. Also schauen wir uns heute die Geisterstadt bei Punta Abona an. Nach 46 km ist das Ziel bald erreicht. In den 1940er Jahren hat man hier ein Sanatorium / Quarantänestation für Lebrakranke geplant und gebaut, aber noch vor Fertigstellung wurde 1943 ein Heilmittel gefunden (welches???) und der Bau gestoppt. Bis 2000 nutzte das Militär die Gebäude. Heute sind sie verfallen und mit mehr oder minder kunstvollen Graffitis dekoriert. Das Gelände ist frei zugänglich und man kann die verfallenen Häuser besichtigen, z. B. eine Kirche mit einem großen Kreuz sowie ein Krematorium.

Von hier aus kann man eine kurze Küstenwanderung unternehmen, quert eine nette Sandbucht, die Playa de los Abrigos.

Hier machen wir eine Pause in der Sonne – aaaahhh! und dahinter erreicht man den Ort Abades mit kleinen Tascas und Restaurants. Wir sind überrascht, dass hier doch so viele Womos wild stehen. Wo die entsorgen?? Am späten Nachmittag sind wir zurück im Hotel – über das Wetter in Santa Cruz werde ich nichts mehr berichten, es sei denn, es gibt etwas Neues!

Wir machen uns noch einmal auf zur Tasca Caminito – unsere Lieblingstapasbar vor 5 Jahren. Doch hier ist ein Pächterwechsel erfolgt. Die Herzlichkeit der damaligen Leute suchen wir vergeblich und auch Wein und Tapas sind lange nicht mehr so lecker. Schade!