Donnerstag, den 07.05.2026 – Freitg, den 08.05.2026

Nach einer ruhigen Nacht brechen wir am Vormittag auf. Das Navi wie auch die Landkarte führen uns nicht zurück, sondern weiter südwärts am Meer entlang. Wir hoppeln durch eine Baustelle und stehen nach 20 Minuten vor einem Erdhügel, die Straße hört einfach auf. Also doch zurück. Google Maps glaubt gelegentlich, wir hätten ein kompaktes Allradfahrzeug und lässt uns auf zunächst gut aussehende Straßen abbiegen, doch dann führen diese durch enge Dörfer oder haben elende Schlaglöcher. Ich fahre hier keinen Meter. Jürgen meistert alles sehr gelassen und souverän.
In Bizerte haben wir uns einen Übernachtungsplatz ausgesucht, aber als wir ankommen, gibt es keine Zufahrt mehr. Kurz darauf finden wir eine andere Möglichkeit, aber hier haben wir kein gutes Gefühl und so fahren wir weiter. Der nördlichste Punkt Afrikas, das Kap Engela (auch Angela) bietet mehrere nette Übernachtungsplätzchen. Nachdem wir bei der letzten Agil -Tankstelle vor dem Kap noch getankt und den Wassertank aufgefüllt haben, parken wir im Pinienwäldchen ein und stehen dort etwas windgeschützter als direkt am Kap.

In der Nacht regnet es ordentlich, doch am nächsten Morgen ist der Himmel wieder blau. Nur der Wind ist kalt.
Wir machen einen Spaziergang zum Leuchtturm und zum Monument, das am nördlichsten Punkt Afrikas steht. Den südlichsten, das Kap Agulhas, haben wir in Südafrika schon vor langer Zeit bereist.






























Gegen Mittag starten wir zum Kap Serrat. Bis dahin zeigt unser Womo einmal mehr, dass echte Geländefahrzeugqualitäten in ihm stecken.





Die steile, enge Auffahrt zum Kap Serrat offenbart spektakuläre Blicke auf das Meer.





Doch kurz vor dem Ziel stehen wir abrupt vor einem geschlossenen Tor mit einem Hinweis auf Militär. Was tun? Zum Drehen ist die Straße viel zu eng und rückwärts hinunterzufahren nicht ungefährlich. Ein Soldat gestikuliert, wir müssten umdrehen, lässt uns aber nicht auf das Militärgelände fahren. Jürgen setzt ein gutes Stück zurück, dann ist eine Stelle erreicht, wo mit vielen Vor und Zurücks das Wendemanöver gelingt. Den schönen Platz für die Nacht, den wir bei der Auffahrt ausgesucht haben, können wir nun auch vergessen.
Der Norden Tunesiens ist sehr grün und es blüht herrlich. Hier einige Eindrücke von unterwegs:









Dann folgen wir wieder Park4Night und steuern den wenige km entfernten Parkplatz bei einem Restaurant an, wo es guten Fisch geben soll. Den Punkt finden wir, aber er liegt am Meer im Niemandsland, weit und breit kein Haus in Sicht. Schade, ich hätte heute gerne mal nicht gekocht,

dafür gibt’s aber einen schönen Sonnenuntergang.






