Samstag, den 10.05.2026 – Sonntag, den 22.05.2026
Es ist bedeckt, aber das Meer ist herrlich glatt, also nehmen wir ein sehr! erfrischendes Morgenbad und fahren nach dem Frühstück weiter durch blühende Landschaft nach Tabarka.












In Hafennähe finden wir einen Mono Prix – Supermarkt und füllen unsere Vorräte auf. Drei ca. 8-9-jährige Mädchen möchten gerne mal ins Womo schauen und sind sehr beeindruckt. Wir lassen das Auto vor dem Supermarkt stehen und schlendern zum Kunsthandwerkermerkt am Hafen, wo ein riesiger Kontrabass auf die jährlich im Sommer stattfindenden Jazz-Festspiele hinweist und eine nette Tunesierin mit uns ins Gespräch kommt






und weiter zu den Felsnadeln, die sich im besten Fotografierlicht präsentieren. Die gegenüberliegende Festung ist für Besucher nicht geöffnet.











Im Hafen gibt es einen bewachten Womostellplatz, den wir anschließend ansteuern. Von hier aus sind wir in 5 Minuten an der Flaniermeile – wirklich mal sehr nett und sauber – und folgen der Empfehlung des Hafenmeisters: Im Touta essen wir Dorade bzw. Loup de mèr und Salat aus gegrillten Paprika, vorher gibt’s verschiedene Soßen und frisches Fladenbrot und eine Fischsuppe aufs Haus. Zum Abschluss wird uns noch ein thé à la menthe serviert.



Leider können wir auf der netten Terasse nicht zu Ende essen, denn ein gewaltiges Gewitter mit heftigem Sturm und Wolkenbruch zwingt uns, in den Innenraum umzuziehen. Ca 2 Stunden tobt das Unwetter, dann können wir zurück zum Womo laufen.


Am Sonntagmorgen strahlt die Sonne wieder vom blauen Himmel und wir fahren weiter bis Bulla Regina, eine alte Römerstadt mit gut erhaltenen Mosaiken, von denen die schönsten in Tunis im Bardo-Museum sein sollen.
Es ist Sonntag, viele Tunesier sind unterwegs, in einigen der zahlreichen Ortschaften, die wir passieren, ist Markt und entsprechend wuselig geht es auf den Straßen zu. Fußgänger gehen prinzipiell auf der Straße, Gehwege sind zugestellt, Autos parken da, wo der Fahrer gerade etwas erledigen will in zweiter oder dritter Reihe, Reisebusse wälzen sich durch die Menge, auch schwere LKWs sind unterwegs. Motorräder, das am häufigsten benutzte Verkehrsmittel hier im Land, fahren in allen Richtungen auf allen Fahrspuren, im Slalom um uns drum herum, entgegen der Fahrtrichtung, rechts überholend und auch dort entgegenkommend, Hunde, Katzen, Esel, Hühner, sie alle nehmen am Sonntagsleben teil. Zahlreiche rauchende Garküchen, vor denen halbe Schafe hängen winken uns und laden uns zum Essen ein. Viele haben auch lebende Schafe angebunden – damit die schon mal sehen, was ihnen demnächst blüht?











In einem der Orte gibt es Wasser. Bislang konnten wir immer bei den Tankstellen, bei denen wir getankt hatten, Wasser auffüllen, heute Morgen wurde es uns wegen zu geringem Wasserdruck verwehrt. Da kommt die Quelle gerade recht.


Am frühen Nachmittag erreichen wir Bulla Regina, die alte Römerstadt. Hier können wir umsonst auf dem bewachten Parkplatz übernachten, zahlen 8 Diram Eintritt/Person und machen einen herrlichen, interessanten Spaziergang durch die Ausgrabung.













































































Im Sommer ist es hier im Talkesel sehr heiß, deshalb wurden die Häuser meist zweistöckig gebaut: ein Souterrain und ein Erdgeschoss darüber. Da es auch eine Quelle gibt, ist der Siedlungsort perfekt gewählt, in der Antike umgeben von fruchtbaren Getreidefelden und dichten Wäldern.