Moremi Nationalpark

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Mittwoch, den 24.09. – Donnerstag, den 25.09.2025

Wir stehen jeden Morgen zwischen 6.30 und 7 Uhr und und doch dauert es immer bis 9.30 Uhr, bis wir startklar sind und loskommen. Um 10 ist vollgetankt. Die nächsten 400 km gibt es keinen Sprit mehr. Unsere normale Reichweite ohne Geländezuschlag beträgt 600 km. Bis Shorobe (18 km) ist die Straße geteert, den Zustand entnehmt den Fotos.

Man kommt nur langsam vom Fleck. Dann geht es weiter auf Schotter und Sand. Wir reduzieren erneut den Luftdruck und schlingern knapp 3 Stunden zum South Gate des Moremi NP.

Zu zahlen sind 270 Pula Parkeintritt/Person/Tag. Da wir heute reinfahren, im Park im Xakanaxa Camp übernachten (1040 Pula/2Personen/Nacht) und am Donnerstag, ebenfalls im Park sind, haben wir also für 2 Tage Gebühr zu zahlen (16 Pula = 1 Euro)

Tiefe Spurrillen, ausgewaschene Fahrspuren und Tiefsand erfordern hohe Aufmerksamkeit. Außer einer Antilopenherde, die unter einem Baum Schatten sucht und 3 Elefanten lassen sich in der Mittagshitze keine Tiere blicken. Um 15 Uhr erreichen wir unseren Campingplatz am Kwai River, gehen aber nach der Anmeldung noch einmal auf Pirsch.

Hier ist es wesentlich grüner als unterwegs, weil es noch viele Wasserflächen gibt.

Eine Horde Paviane und verschiedene Antilopen, vereinzelt im Gebüsch verborgene Elefanten und Zebras, sowie ein gerade verstorbenen Elefant sind die magere Ausbeute.

Dann gegen Ende der Pirschfahrt kommt doch noch ein echtes Highlight: Eine Storchenmama füttert ihre beiden Jungtiere.

Um 9.15Uhr wollen wir aufbrechen. 3 Warzenschweine machen die Platzrunde und suchen nach Resten, die die Touris haben runterfallen lassen.

Wir müssen noch die offene Übernachtungsrechnung bezahlen. Zunächst glaubt man uns nicht, dass wir nicht bezahlt haben, denn wir hätten doch eine Rechnung. Dann werden noch einmal alle Unterlagen überprüft und Zahlung per Karte geht tatsächlich. Leider vertippt sich die Dame und es werden nur 10.80 Pula belastet statt 1080. Jetzt hätte man ja den restlichen Betrag erneut eintippen können, aber nein, der Betrag muss genau sein. Also noch einmal Karte vorhalten, 1080 Pula Belastung und 10.80 Pula sollen wir in bar erhalten. Das Geld muss aber erst irgendwo geholt werden und es dauert. Hätten wir mal generös verzichtet, wären wir 30 Minuten früher losgekommen.

Weiter geht`s zum Kwai River Camp, etwa 50 km weiter. Dort ist der Moremi nordwärts zu Ende und kurz darauf beginnt der Chobe. Unterwegs ist es mit der Tierwelt zunächst auch wieder schlecht bestellt, doch dann kommen wir wieder in Flussnähe und es wimmelt nur so. Unzählige Elefanten baden und fressen ganz nah, Zebras, Antilopen, Giraffen, Affen, Gnus, Herz, was willst du mehr?

Um 14.30 Uhr erreichen wir das North Gate und den dort befindlichen Campingplatz. Auch hier wäre ein Platz frei, genau so teuer wie der vorherige. Die nette Dame am Gate schlägt uns vor, außerhalb zu übernachten, denn ansonsten wird für 10 m Fahrt im Park am nächsten Morgen erneut die Gebühr fällig und wenn wir in den Chobe einreisen, noch einmal die Gebühr für den Chobe Park. Und so landen wir in Kwai auf einem kleinen Camping.

Mit Schrecken stelle ich fest, dass ich meine Handtasche mit allen Papieren und beiden Portemonnaies wohl am Northgate liegen gelassen habe. Da es noch früh am Tag ist und für heute der Eintritt in den Moremi ja noch gilt, heizt Jürgen die kurze Strecke über die abenteuerliche Brücke zurück

und ich rufe dieweil das Northgate an. Meine Handtasche ist natürlich da. Mein rettender Engel:

Dann machen wir noch eine kleine Pirschfahrt und sind um 16.30 wieder auf unserem Campingplatz.

Elefanten laufen hier durch das Dorf.

Eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben, denn die beiden Tage waren sehr anstrengend. Bodenwellen, besser als in jeder Berg- und Talbahn, tiefe Spurrillen, ausgewaschene Fahrrinnen, in denen sich das Auto beängstigend zur Seite neigt, mehr als Tempo 10 – 15 geht nicht.

Jürgen managt diese Strecken im Park bisher ganz alleine, ich habe Muffensausen. Das Fahrgestell macht alles brav mit, aber auch hier leidet der Aufbau gewaltig. Nach Erreichen des Ziels sind wir immer wieder begeistert, wie es in der Kabine aussieht: Nichts ist mehr an seinem Platz, Matratzen sind heruntergerutscht, Tische und Stühle liegen auf dem Boden und in den Schränken ist alles durcheinander. Angebrochene Küchenrollen haben sich abgewickelt, ebenfalls eine Rolle mit Müllbeuteln, obwohl alles in Schränken und Schubladen verstaut war.

Zurück nach Maun

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Dienstag, den 23.09.2025

Wir hätten mal lieber früher tanken sollen, denn die Anzeige erzählt uns, dass wir wohl mit der Spritmenge nicht mehr ganz bis Maun (150 km) kommen werden. Auf unserer Karte sind die Tankstellen angegeben und tatsächlich keine einzige mehr vor Maun ausgewiesen. Naja, vielleicht gibt’s ja ein größeres Sicherheitsfenster und wir schaffen es doch noch, sonst ….????

Da taucht am rechten Straßenrand ein Schild auf: Tankstellenzeichen -3- km, Pfeil nach rechts. Und tatsächlich, ohne Schild wären wir nicht auf den Gedanken gekommen, dass es sich um eine öffentliche Tankstelle handle. Wir lassen 12 Liter (200 Pula) einfüllen und sind nun auf der sicheren Seite.

Bei Britz in Maun werden wir sofort bedient. Ein junger Mann schaut sich das Problem an und beginnt umgehend mit der Reparatur, sehr sorgfältig und gewissenhaft baut er neue Scharniere ein und wechselt auch noch mal die Schrauben, weil es schleift oder klemmt. Senkkopfschrauben müssen her und wer noch Genaueres wissen will, der frage Jürgen. Zum krönenden Abschluss wird unser Auto sogar mit Hochdruck vom Schmutz befreit.

Heute ist auch ein neuer Bewohner eingezogen, eine kleine Eule macht es sich unter dem Dach bequem.

Knapp vor Büroschluss erreichen wir noch das Wildlife Office, das uns aber bei der Buchung der Campsites im Moremi NP nicht weiterhilft, da alle Campsites privatisiert worden seien, sondern nur die Parkeintrittsgebühren kassieren kann, was wir aber auch direkt am Gate tun können. Ein Büro in der Nähe des Flughafens würde die Reservierungen vornehmen – bis 17 Uhr. Und ohne Buchung kein Eintritt! Waren wir nicht vor ein paar Tagen schon einmal soweit? 30 Minuten haben wir noch. Im dicksten Feierabendverkehr zockeln wir durch Maun, finden das Büro  und die Dame stellt 10 Minuten vor Feierabend fest, fest, dass sie noch Platz hat für die Zeit, die wir im Park verbringen wollen. Doch dann will sie für 2 Personen für eine einzige Nacht ca 65 Euro kassieren – für einen nackten Stellplatz. Auf ihrem Schreibtisch liegt eine Rechnung für eine deutsche Familie, die im Dezember anreisen wird und deutlich weniger bezahlt. Auf unsere Frage, wieso der Betrag dort so viel niedriger sei, erklärt sie, das sei über einen Reisevermittler gebucht. Aber wie kann das sein, wenn jeder etwas verdienen wolle und sie als Direktvermittlerin deutlich über dem Agenturpreis liege? Es ist 17 Uhr, sie habe für uns reserviert, wenn wir dort übernachten wollten, könnten wir auch dort bezahlen. Genau so machen wir es! Erneut suchen wir den Camping bei der Sedia Lodge auf, heute ist es hier voll. Die Frösche geben alles und wir gehen bei ihrem harmonischen Konzert schlafen.

Kalahari – von Maun bis Kubu Island

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Samstag, 20.09. –Montag, 22.09.25

Die Tagestemperaturen sind hier überall fast gleich ( 35° – 40 °), doch nachts kühlt es unterschiedlich ab, in Maun nicht unter 20 °. Als wir aufbrechen wollen, treffen wir auf ein deutsches Paar, das seit 11 Monaten in einem altem Toyota Landcruiser unterwegs ist. Wir erhalten einige Tipps, z. B. die teuren NPs zu meiden und stattdessen quer durch die Kalahari nach Kudu Island zu fahren. Auch hier muss man zwar Eintritt bezahlen, aber moderat.

Für eventuelle Vorbuchungen im Moremi NP erkundigen wir uns im Tourismusbüro am Flughafen. Doch hier hilft man uns nur insoweit weiter, als man uns zu kommerziellen Tourenanbietern schickt, die uns auch gerne einen 45-minütigen Flug über das Okawangodelta für 200 US$/Person verkaufen würden. Nein danke.

Wir kaufen für die nächsten Tage ein, Hackfleisch für Bolosauce für 2 Tage und starten Richtung Kubu Island auf der A 3 bis Gweta. Unterwegs passieren wir einen Heath Point?????  Maul- und Klauenseuche verbieten es, rohes Fleisch weiter ostwärts zu transportieren. Unser Abendessen sollen wir abgeben? Nein, wenn das Fleisch angebraten ist, dürfen wir es mitnehmen. Bei 40 Grad in sengender Hitze macht es Spaß, am Herd zu stehen und zu brutzeln. Aber am Abend sind wir schneller fertig.

Die A 3 ist unterschiedlich gut befahrbar. Manchmal kann man 100-110 km fahren, dann kommen ganz unvermittelt Abschnitte mit riesigen Bombentrichtern, ein zu flottes Durchschmettern würde sicher auch diesem geländegängigen Fahrzeug nicht gut bekommen. Auch an dieser Strecke stehen weidene Kuh- und Ziegenherden dicht an/auf der Fahrbahn. Und plötzlich entdecken wir rechts 20 m von der Straße entfernt an einem angelegten Wasserloch 3 Elefanten. Das hebt die Stimmung in dieser langweiligen Einöde sofort an.

Um 16 Uhr erreichen wir den kleinen Ort Gweta. Von hier aus gibt es eine Möglichkeit, in die Makadikgadi nach Kubu Island zu fahren. Wir tanken noch einmal voll und suchen den Weg. Kurz hinter dem Dorf finden wir einen schönen Übernachtungsplatz und parken ein, denn im Hellen würden wir unser Ziel niemals mehr erreichen. Beim neuerlichen Kartenstudium stellen wir fest, dass wir einen falschen Abzweig genommen haben. Und als auch noch gelegentlich Autos vorbeifahren und Personen passieren, finden wir es hier nicht mehr einsam genug. Sicher sind es keine bösen Menschen, aber im Reiseführer wird vor wachsender Kriminalität gewarnt und ich bekomme Muffensausen. In 6 km gibt es einen Camping Baobab, der noch Platz für uns hat. Sehr schön angelegt, 20 Euro/2 Personen!

Nach erneuter Lektüre des Reiseführers entscheiden wir uns, die Strecke nach Kubu Island doch anders zu wählen. Von Gweta aus sollen es unzählige Verzweigungen ohne Beschilderung geben, so dass Verirren sehr wahrscheinlich ist (sage ich, – „Quatsch“, sagt mein Mann, der auf sein GPS auf mehreren Geräten vertraut).

Am nächsten Morgen fahren wir nicht wieder nach Gweta, sondern 40 km weiter ostwärts und finden die im Reiseführer angegebene Markierung zu Kubu Island. Jürgen senkt den Luftdruck auf 2 Bar. Es soll die einfachere Strecke sein, aber selbst Jürgen findet Abschnitte, die er als sehr herausfordernd bezeichnet und so nicht unbedingt braucht. Hinter einem Dorf verschwindet die Straße plötzlich und gefühlt 100 verschiedene Pisten durch große und kleine Gräben tun sich auf. Sowie wir langsamer als der Rückenwind werden, umhüllt uns eine schwarze Staubwolke und die Windschutzscheibe ist undurchsichtig. Wohin denn nun? Das Navi spielt auch verrückt. Kurz und gut – trotz GPS haben wir uns einmal ganz schön verfranzt, aber mit Hilfe netter Dorfbewohner wieder auf die richtige Piste zurückgefunden und den Campingplatz in Kubu Island noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang erreicht. Das Womo hat sich tapfer geschlagen und mein Fahrer auch!

Hier gibt es 15 große Campsites mit jeweils einer Trockentoilette und wir genießen Sonnenuntergang und bald darauf den tollen afrikanischen Sternenhimmel.

Früh am Montagmorgen fahren wir eine Runde um Kubu Island, bestaunen die Gesteinsformationen und alten Bäume und klettern eine Weile über die Felsen.

2 Stunden später gibt es Frühstück und dann liefert Starlink uns Internet, denn hier gibt es kein Netz. Abends macht es keinen Spaß, draußen zu schreiben. Ein kleines bisschen Licht braucht man – danke Lissy und Michi-, die Lampe tut uns sehr gute Dienste – aber schnell ist man umschwirrt von unzähligen Motten, Nachtfaltern und Krabbelgetier. Moskitos lassen uns bislang glücklicherweise in Ruhe. Heute Mittag wollen wir die Makgadikgadi Pan wieder verlassen und auf der südlich verlaufenden A 30 wieder zurückfahren Richtung Maun mit einem Zwischenstopp am Boteti River.

Jürgen hat mit seiner neuen Kamera viele schöne Fotos vom heutigen Spaziergang gemacht. Die hängen wir später noch an. Jetzt müssen wir weiter.

Der weitere Streckenverlauf führt ein gutes Stück durch die Salzpfanne. Auf einem Hügel steht ein Geländewagen , 2 Erwachsene und 1 Kind winken. Es ist eine südafrikanische Familie. Sie haben sich festgefahren und fragen, ob wir als Fixpunkt für ihre Vinsch (Seilwinde) dienen würden, um sich wieder zu befreien. Selbstverständlich. Mit Verlängerungsseilen sind wir bald miteinander verbunden, aber eher ziehen sie uns hinauf als sich herunter. Auch mit eingelegtem Rückwärtsgang im Womo stellt sich kein Erfolg ein. Also fahren wir auf die andere Seite des Hügels und versuchen, sie rückwärts herauszubekommen. Diesmal klappt es, aber es sah schon so aus, als wollte ihr Fahrzeug umkippen. Dann noch etwas smalltalk über südafrikanische Politik und die Macht, die Chinesen inzwischen dort haben, dann geht es weiter. Salzpfanne, Gestrüpp und immer mal wieder Tiefsand. Der Toyota schafft das prima, meistens sogar nur mit Heckantrieb.

Auf der Teerstraße angekommen wird der Reifendruck mit Hilfe des Kompressors wieder erhöht.

Unser heutiges Übernachtungsziel ist die Rakops River Lodge in Rakops, die wir knapp vor Sonnenuntergang erreichen.

Das Auto sieht entsetzlich aus und im Innenraum hat sich die Klotür aus der Verankerung gerissen. Die war schon beim Start marode und musste neu verschraubt werden. Erasco Linseneintopf steht heute auf dem Küchenzettel. Geht schnell, schmeckt aber schrecklich und ganz anders als bei uns. Und morgen wollen wir wieder in Maun sein, die Britzwerkstatt dort aufsuchen, einkaufen und vielleicht doch Quartier im Moremi NP vorbuchen.

Von Ghanzi bis Maun

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Freitag, den 19.09,25

Wir waren tatsächlich die einzigen Gäste im Takadu Bush – Camp. Entgegen unserer Erwartung war es letzte Nacht sehr warm und die Odlo-Unterwäsche völlig fehl am Platz. Zum ersten Mal bereiten wir unser Frühstück selbst zu, wesentlich spartanischer, als die letzten beiden Tage. Trotzdem halten wir den ganzen Tag durch bis Maun. In den Mittagsstunden herrschen 40 Grad. In der klimatisierten Fahrerkabine kann man es aushalten, aber was soll man hier machen????? Und manche Botswaner tragen sogar noch wollene Pudelmützen zu ihrem langärmeligen Outfit.

Die Beschaffung einer Sim- Card bringt Jürgen an den Rand der Verwzweiflung. 2 Stunden benötigt er, bis Telefonie und Internet in Botswana laufen. Vermutlich liegt es an dem auf dem alten Ersatz – Handy installierten Browser „Fennec“, der keine Web-Seiten aufrufen wollte. Irgendwann klappt es doch, genau dann, als ich nach 2 Stunden , in denen ich das Auto bewachte, abschließenwill, um nach meinem vermissten Mann Ausschau zu halten.

Wir suchen uns einen Platz zum Übernachten an der Peripherie von Maun. Das Sedia Hotel hat auch schöne Campsites für 170 Pula/Person und wir genießen einen warmen Sommerabend ohne Mückenplage vor dem Womo.

Heute bin ich das Auto zum ersten Mal selbst gefahren – super, kein Problem. Aber man muss ständig hellwach sein, weil unvermittelt riesige Bombentrichter auf der Fahrbahn auftreten, die den Reifen sicher nicht gut täten. Auch die Herausforderung plötzlich auf der Fahrbahn stehender Tierherden darf nicht unterschätzt werden. Selbst in Maun bilden sich Kühe ein, im größten Kreisverkehr der Stadt Vorfahrt zu genießen.

Morgen wollen wir Vorräte auffüllen und endlich in die eigentliche unberührte Wildnis vordringen. Dazu geht es natürlich auch hier zu Lande nicht ohne Vorschriften. Wir werden morgen die entsprechenden Kontaktadressen aufsuchen und hoffen, dass es es nicht so lange dauert wie das Beschaffen der Sim-Card.

Über die Grenze nach Botswana

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Donnerstag, 18.09.2025

In der Nacht ist es lausig kalt. Tagsüber herrschen Temperaturen um 36 Grad, nachts sinken sie auf 12. Glücklicherweise gibt‘ s Duschen mit wunderbar heißem Wasser und wir genießen ausgiebig!

Auch hier lassen wir die feudale Campingküche ungenutzt. Für 7 €/Person bekommen wir ein phantastisches Omelett, Toastbrot, Butter, Kaffee und Mangosaft unlimited.

Um 10.30 starten wir, tanken noch einmal den preiswerten Diesel in Namibia und erreichen in Mamuno die Grenze nach Botswana um 12 Uhr. Hier ist alles ziemlich unübersichtlich und wir fragen lieber einmal zu viel als zu wenig. Zuerst müssen wir zum Health Service und angeben, woher wir kommen, um kein Gelbfieber einzuschleppen. Dann geht es mit einer gestempelten Karte zum Immigration – Office, um ein Visum zu erhalten. Auch hier wird nach der ersten Übernachtungsadresse in Botswana gefragt und wann und wo wir wieder ausreisen werden. Dann ist der Custom an der Reihe, es geht um das Auto und die Gebühren für die hiesigen Straßen. Nächste Station ist die Customcassier, wo wir 41 € für die Einreise bezahlen. Dann dürfen wir weiterfahren. Die Straßen sind schlechter als in Namibia und die Farmerzäune am Straßenrand fehlen weitgehend. Beware of cows, sheep, goats and horses!!! In memoriam Südafrika: we beware. An Wildtieren sehen wir 2 fette Paviane, sonst nichts. Um 16 Uhr erreichen wir das Thakadu Bush Camp, das wir schon für gestern vorgebucht hatten. Hier kostet eine Übernachtung 320 Pula, etwa 20 € für 2 Personen.

Im Restaurant gibt es WLAN, auch der Starlink funktioniert. Wir essen ein wunderbares botswanisches Fleischgeicht mit Gemüse: Kudufleisch, 3 Stunden am Knochen gekoch und dann dünn abgeschabt. Ich werde es zu Hause nachkochen. Den Blog schaffen wir noch auf den letzten Stand zu bringen, zwischenzeitlich konnten wir in der Ferne einen Springbock sehen.

Das Afrika-Virus hat wieder zugeschlagen!

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Mont. 15. – Mittwoch 17. September 2025

Schon viele Tage vorher haben wir aufgeregt im Internet recherchiert nach Unterkünften, Streckenbeschreibungen und den neuen Visabestimmungen für Namibia, die seit April 25 gelten, die Koffer repariert und Amazon gefördert, um unsere Ausrüstung zu ergänzen.

Frühzeitig packen wir die Koffer – 25 kg pro Person und jeweils ein Gepäckstück sind in der Premium Economy erlaubt. Beim ersten Versuch liegen die Koffer deutlich unter dem Gewichtslimit, doch sie drohen zu platzen. Neuer Versuch: Einiges bleibt zu Hause, anderes kommt hinein und wir legen in Frankfurt eine Punktlandung mit 49,5 kg auf die Waage.

15:20 Uhr! Das Taxi kommt pünktlich, selbst der ICE schafft es ohne Verspätung, der Check-in verläuft zügig und reibungslos – Vorteile der PREMIUM Economy wie auch das bevorzugte Boarding, besseres Essen und kostenfreie alkoholische und nichtalkoholische Getränke an Board, sowie eine bevorzugte Gepäckausgabe und größerer Sitzabstand sind uns den geringen Aufschlag immer wert. Allerdings will die Condor bei der Sitzplatzwahl noch einmal zusätzlich verdienen, wenn der Fluggast sie vornimmt. Genau 24 Std. vor Abflug, als der online Check-in beginnt und alle Fensterplätze schon verkauft sind, soll es immer noch 17,99 €uro kosten, aus dem Restangebot sich etwas herauszupicken. Wer das nicht will, bekommt automatisch und kostenfrei einen Sitzplatz zugewiesen – hier Reihe 16 F und G im Vierer-Mittelblock. Glück gehabt, die beiden Plätze neben uns bleiben frei und wir können uns für die Nacht ausbreiten.

Der Umstieg in Johannesburg mit 3 Stunden Umsteigezeit ist o.k. – das große Gepäck wird weitergeleitet nach Windhoek in die kleine Maschine der „Airlink“ , eine Embraer 190.

12.30 Uhr wendet sich dann das Blatt: Riesenschlange bei der Einreisekontrolle. Entgegen den Versprechungen im Internet, dass ein bereits vorab für 1600 Namibia-Dollar (~ 80,00 Euro) pro Person gekauftes e-Visum die Einreise beschleunigen würde, wird an den Schaltern nicht differenziert zwischen Personen, die das e-Visum haben und solchen, die den Visumsantrag erst am Schalter ausfüllen müssen. Und von diesen gibt es solche (viele!!!), die dafür gefühlt Stunden (Monate!!!) brauchen und uns, die in 3 Minuten durch sind, nachdem wie endlich unser Visum zeigen können.

Inzwischen sind die Koffer alle längst am Ausgabe-Band angekommen und stehen zum Teil schon daneben. Bei einem unserer Koffer ist die Bauchbinde um den Griff gewickelt, er muss also schon in Frankfurt oder Johannesburg geöffnet und kontrolliert worden sein.

Wir reihen uns in die nächste Schlange ein – natürlich bei „ Nichts zu verzollen“ – der längsten Schlange. Noch einmal müssen alle Koffer durchleuchtet werden. Das Glück hat uns verlassen, wir müssen zurück auf die andere Seite und unsere Koffer dort öffnen lassen. Bis wir dran sind, dauert auch hier mindestens 20 Minuten und jemand an meiner Seite kocht erschöpft vor Wut. Diesmal muss zuerst der kleine Koffer mit der intakten Bauchbinde geöffnet werden. Der Zöllner ist erstaunt über die vielen Medikamente und Verbandsmittel, die er darin findet, akzeptiert aber schließlich, dass ich als Arzt für die Reise in die Wildnis und nach Botswana größere Vorsorge treffen muss. Christiane hilft etwas nach, indem sie auf die Tränendrüse drückt und anführt, dass unsere Reisezeit nun bald 24 Stunden beträgt und sie endlich schlafen will und muss – sonst—–! Koffer wieder einpacken und er verzichtet darauf, auch den zweiten Koffer öffnen zu lassen.

Aufatmen! Kurz hinter dem Zoll finden wir einen Bankautomaten der Banque of Windhoek, der sogar Südafrikanische Rand (ZAR) ausgibt. Der Wechselkurs zum Namibiadollar ist 1: 1, aber ZAR wird auch In Botswana gerne akzeptiert, nicht so der Namibia Dollar, wie der Reiseführer zu berichten weiß. Auch brauchen wir noch namibianische SIM-Karten für unsere Handys und wollen den Touristen-Sch… nicht, der von MTC vor der Zollkontrolle für teuer Geld verkauft wird. Neben der Bank außerhalb des Customs gibt es ein MTC Büro, das für die Hälfte des Geldes den einheimischen Tarif „Aweh toData“ verkauft. 660 N$ für 2 SIM-Karten mit 30 Tagen Gültigkeit, 26 GB Datenvolumen und 500 Inlandsfreiminuten. Also weitergehen und nicht gleich dem ersten Anbieter Gelegenheit zum Geldverdienen geben. Der ebenfalls an dieser Ecke des Flughafens gelegene Avis – Schalter kooperiert mit Britz, unserem Vermieter und bestellt uns einen Shuttle zum auf dem Flughafengelände gelegenen Britz- Autovermieter.

Auch hier dauert es – bis uns Ricardo alles erklärt hat und wir das Auto so nicht für eine Mietdauer von 4 Wochen übernehmen wollen, da insbesondere an den Vorderreifen nur noch wenig Profil vorhanden ist. Reifenwechsel geht aber scheinbar nicht, da ist es einfacher, uns ein gleiches, aber jüngeres Auto mit 30 Tkm statt 47 Tkm und besseren Reifen zu geben.

Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir schließlich das vorgebuchte „Urban Camp“ in der Schanzenstraße in Windhoek City, eine wunderschöne Anlage, die Bilder sprechen für sich. Wir genießen zwei Windhoek Lager zu einem leckeren Abendessen und am nächsten Morgen ein üppiges Frühstück und bezahlen für alles zusammen incl. Unterkunft etwa 70 €uro. –

Nachdem wir gestern noch kurz in einem eigentlich guten Laden „Woermanns“ die ersten und wichtigsten Sachen eingekauft haben, wollen wir jetzt in eine große neue Mall im Süden der Stadt.

Auf dem Parkplatz von Woermann’s hatte uns nämlich gestern jemand gedrängt, man müsse noch ein Parkticket kaufen – für 5 NAD mit Kreditkarte – aber das stellte sich dann doch schnell als ein Versuch von Kreditkarten-Skimming heraus, was ich noch rechtzeitig merkte.

Die Mall ist riesig, der Parkplatz auch und natürlich gebührenfrei. Freiwillig darf man die Parkwächter mit einem Trinkgeld erfreuen – und zwar cash! Leider sind alle Einfahrten in die Mall mit Höhenbarrieren (2,40m) versehen, unter denen wir nicht durchpassen. Zu Hause hätte man uns gesagt: Pech gehabt, aber hier wird um Abhilfe gerungen. Letztendlich parken wir auf einem erhöhten Bürgersteig in der Parkplatzeinfahrt und unser Auto wird auch dort bewacht.

Dann stellen wir fest, dass Wasser aus dem Womo ausläuft. Eine Schlauchverbindung zum Wassertank ist undicht. Außerdem öffnet sich während der Fahrt ständig die Klotür und schwingt hin und her. Wie lange schafft sie das, bevor sie aus den Angeln fällt? Also kurz und gut: wir arbeiten unsere Einkaufsliste ab, statten dem Autoverleiher um 15.00 einen Besuch ab und bis 16.30 Uhr hat er Abhilfe geschaffen.

Das wird also heute nichts mehr mit der Einreise nach Botswana, denn mit Sonnenuntergang wird es hier schlagartig dunkel. Wir schaffen noch die 150 km bis Gobabis, der letzten größeren Stadt in Namibia und kommen noch im Hellen auf dem freundlich geführten Goba-Camp am Stadtrand an. Auch hier können wir wunderbar zu Abend essen und am nächsten Morgen frühstücken und beginnen mit unserem Blog.

C’est fini – schön war’s

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Sonntag, den 11.05.25

Heute ist unser Ziel – wie so oft am Urlaubsende – das Weingut Anselmann in Edesheim/Pfalz, fast vor der Haustür. Als Problem erweist sich Straßburg, das ebenfalls wie Toulouse in der Umweltzone eine Crit’air – Vignette vorschreibt. Internetrecherchen ergeben unterschiedliche Ergebnisse: die einen sagen, auf bestimmten Straßen, darunter fällt auch die A 35, brauche man keine Vignette, die anderen sagen, in allen 33 Ortsteilen der Europastadt sei sie vorgeschrieben. Also lassen wir uns vom Navi eine Umfahrungsroute vorschlagen, der wir dann auch folgen. Uffff – jetzt haben wir beide Muskelkater. Wenn alle Dörfchen soviel Geld hätten wie Kreisel, dann wären sie reich. Sind sie vielleicht sogar, denn die Häuschen sehen hübsch und frisch renoviert aus. Aber die Fahrerei nervt. Kaum hat das Womo wieder Fahrt aufnehmen können, höchstens Tempo 80 km/h , da kommt die nächste Ortschaft mit Tempo 30, Barrieren und Hoppel und natürlich Kreisel – macht auf Dauer keinen Spaß. Aber Straßburg ist groß und es dauert gefühlt tagelang, bis wir dann doch wieder auf die A 35 auffahren und nun auch bis auf einen kleinen Stau gut voran kommen. Warum wir nicht schon längst nach Deutschland gewechselt sind? Ganz einfach – Fahren in Frankreich ist unglaublich viel entspannter als in Deutschland, weil es kaum Verkehr gibt!

Bei der Einreise nach Deutschland wird kontrolliert, aber nur über Blickkontakt. Wir scheinen nicht nach Flüchtlingen auszusehen und dürfen zügig passieren.

Gerne hätten wir auf der Brunnenterasse bei Anselmann einen Flammkuchen genossen, aber die öffnet erst am 26. Mai. Aber der Weinprobierstand ist geöffnet und wir decken uns mit schönen Weinen ein. Gegenüber auf dem großen Parkplatz übernachten wir und hoffen, dass der Rest bis nach Hause pannenlos verlaufen wird und wir morgen wohlbehalten in Limburg eintreffen werden.

So schnell waren wir nicht. In 5h 37min haben wir 284 km geschafft.

Mautfrei nordwärts

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Freitag, den 09.05.25 bis Samstag, den 10.05.25

Hier noch ein paar Eindrücke von Naucelle, dem gastfreundlichen Dörfchen, in dem wir heute aufwachen:

Über kleinere und größere Straßen, durch unzählige Kreisel und viele Ortschaften kommen wir größten Teils zügig voran. Höchstgeschwindigkeit ist mal 80 km/h, mal 90 km/h, die man besser nicht überschreiten sollte, denn es wimmelt nur so von Radarfallen. Das Verkehrsaufkommen ist gering und das Fahren entspannt. Leuchtend gelb blühender Ginster säumt die Straßen. Am Freitag sieht es immer mal wieder nach Regen aus, aber die Sonne behält die Oberhand. Als wir unseren wunderschönen Stellplatz in La Laplisse erreichen, beginnt es aber doch zu regnen und so verschieben wir unseren Spaziergang zum Schloss auf morgen, Samstag.

Unsere Internetrecherche ergibt, dass das Schloss samstags geschlossen ist. Aber da wir gestern nur im Auto gesessen haben, machen wir einen Spaziergang hinauf, vorbei an der Kirche, in den Schlossgarten.

Nicht immer weiß das Internet alles. Wir haben Glück, gerade im Moment beginnt eine Führung und nachdem wir 20 €/ 2 Personen bezahlt haben, erhalten wir eine Beschreibung in deutscher Sprache und besichtigen einen Teil der Räume des Schlosses, das seit 1430 Im Besitz der Familie Chabannes ist.

„Das seit 1430 von der Familie Chabannes bewohnte, schöne Schloss La Palice ragt majestätisch über das Tal von Besbre und die Dächer der Stadt Lapalisse. Nach Durchschreiten der Eingangspforte entdeckt der Besucher die elegante Fassade des Schlosses mit seinem Ehrenhof. Von links nach rechts blickend enthüllen sich die gotische Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, in deren Krypta die Grablegen der Familie Chabannes zu finden sind, der Renaissanceflügel aus rosafarbenem Backstein aus dem 16. Jahrhundert und der feudale Teil des Schlosses mit Türmen und Kurtinen, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet wurden.

Im Schlossinneren können der Goldene Salon mit seiner Kassettendecke aus der Renaissance, die prunkvollen Wandteppiche sowie der große Salon, die Bibliothek und die Kapelle bei einer geführten Besichtigung bewundert werden.

Ein schöner, schattiger Park mit Teichen und hundertjährigen Bäumen rundet den Schlossbesuch ab.“

https://www.lapalisse-tourisme.com/en/discover/la-palice-castle.html

Um 13Uhr geht’s weiter bis kurz vor Belfort. Der dortige Stellplatz liegt in der Stadt und es soll laut sein. Da bleiben wir lieber ein paar km vorher in dem kleinen Ort Champey auf einem Anglerparkplatz am See und hoffen auf eine ruhige Nacht.

Toulouse

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Dienstag, den 06.05.25 bis Donnerstag, den 08.05.25

Wir verlassen Ousse und fahren weiter bis Toulouse. Friedrich Merz wurde nicht im ersten Wahlgang gewählt. Da steht Deutschland doch mal wieder gut da in der Weltpolitik.

Unser Navi weist darauf hin, dass unsere Strecke durch einen Teil der Umweltzone von Toulouse führt. Wir haben zwar unsere grüne Plakette, aber die gilt hier nicht, also ist uns die Durchfahrt verwehrt. Wir finden einen netten Acsi-Platz außerhalb der Zone, erfahren dort, dass wir mit dem Roller in die Stadt fahren dürften, nur nicht mit dem Auto, eine Erlaubnis könne man beantragen, das könne aber bis zu 14 Tagen dauern, Bus und Metro seien aber die geeignetsten Verkehrsmittel. Und so nehmen wir am Mittwoch den Bus Linie 59 bis zum Place Barriere de Paris, steigen dort in die Metro B (gelb) ein, fahren bis zur Haltestelle Jean Jaurès, von wo aus wir das Zentrum per pedes erkunden können.

Hinter dem schönen Brunnen am Place Wilson

befindet sich die Tourist – Info im beeindruckenden Capitol von Toulouse. Auch Rathaus, Theater und Oper sind dort untergebracht. Wir erhalten einen Stadtplan mit Routenvorschlag, schauen uns zunächst das Capitol an,

bummeln dann weiter zur riesigen Basilica San Serin, der größten romanischen Kirche Europas:

zum Ufer der Garonne

weiter zum Bembergpalast

und fahen am Nachmittag wieder zurück zum Campingplatz Rupe´.

Am Donnerstag parken wir am Womostellplatz Aeroscopia beim Airbuswerk. Parken ist gebührenfrei, wir könnten hier sogar umsonst übernachten. Der Eintritt ins Museum beträgt 12€/Person. Es herrscht keinerlei Gedränge, ist sehr ruhig und wir hoffen, dass sich das Musseum angesichts der wenigen Besucher auf Dauer halten kann. Gut 3 Stunden besichtigen wir u.a. die Concorde,

daneben den Prototyp eines Airbus 300B mit first Class Suite – ein Upgrade hätten wir nicht ausgeschlagen –

auf dem Außengelände parkt ein Airbus 380, den wir ebenfalls besichtigen können, auch ein Prototyp, mit dem Erstflüge dieses Modells durchgeführt wurden. Tatsächlich sind wir in einer solchen Maschine schon geflogen: 2015 mit Singapur Airlines nach New Zealand – ein tolles, komfortabales, leises Flugzeug, selbst in der Holzklasse.

Ein X – Wing Starfighter aus 1 584 900 Legobausteinen wurde in 1750 Stunden erbaut. Er ist 8.98 m lang, 9,56 m breit und 2,12 m hoch und wiegt 3,4 Tonnen.

Große Transportmaschinen stehen im Außenbereich: eine alte Transall und ein aktueller A 400 M, der 116 Fallschirmspringer oder 54 Tonnen Gewicht laden kann. Viel Technik gibt es zu bestaunen, aber es ist unmöglich, alles im Blog zu beschreiben.

Wir fahren am Nachmittag wieder ein Stückchen weiter heimwärts Richtung Clermont – Ferrand, finden im kleinen Dorf Naucelle einen hübschen kostenfreien Stellplatz, gönnen uns eine leckere Pizza und erfahren: Habemus papam – Leo XIV.

Logronjo in der Provinz Rioja , Pied-de-Port in Frankreich, weiter Richtung Toulouse

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Samstag, den 03.05.25 bis Montag, den 05.05.25

In der Nacht auf Samstag regnet es, was das Zeug hält. Bei bedecktem Himmel fahren wir weiter in die Weinregion Rioja. Der Himmel reißt immer mehr auf, das Wetter wird richtig gut. In einer Bodega an der Route stoppen wir, machen eine klitzekleine Weinprobe

und setzen die Reise gut gelaunt fort nach Logronjo, der Hauptstadt von Rioja. Ein sehr schöner kostenfreier Stellplatz in fußläufiger Entfernung bietet uns heute Nacht Unterkunft. Wir laufen ins Städtchen, wieder staunen wir über die vielen Grünanlagen

und vergleichen ein bisschen neidisch die Samstagabendausgehlaune der Spanier mit der der Limburger. Hier rockt der Bär, in Limburg schläft er. Wir bummeln durch die Gassen,

schauen in die Kathedrale,

versuchen erfolglos ein paar Tapas zu ergattern. Hier wird nur getrunken, kein Mensch isst etwas. Machen wir auch so und zu Hause gibt’s noch ein paar selbst gemachte Tapas.

Am Sonntag hätten wir Gelegenheit, auf dem Gelände nebenan einen Krims-Krams-Markt zu besuchen, doch wir fahren lieber weiter. Heutiges Ziel ist Pied-de-Port in den französischen Pyrenäen. Wir fahren zunächst die A 12 – an Pamplona dieses Mal vorbei – die gleiche schöne Strecke auf der N135. Bis zur Passhöhe in 1257 m ist es noch teilweise sonnig und trocken, doch dann setzt der Regen ein und die Wolken hängen tief.

Der städtische Stellplatz ist um 16 Uhr schon gut besucht, wir finden aber noch mehrere freie Plätze, machen während einer Regenpause einen Spaziergang in das Städtchen und bekommen heute auch etwas zu essen: 1/2 poulet grille´ mit pommes de terres, Champignons und pate´ fois gras.

In der Nacht regnet es wieder ausdauernd. Das verleitet uns am Montag zum Trödeln. Erst um 14 Uhr brechen wir auf Richtung Pau, stoppen in zwei Käsereien mit Direktverkauf und kaufen leckeren Pyrenäenkäse ein. In Pau gibt es keine geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten, so rollen wir auf der 817 durch viele Ortschaften weiter Richtung Toulouse und finden im Örtchen Ousse an der Straße einen netten kleinen Campingplatz Les Sapins, wo wir VIELLEICHT Olafs Verabschiedung beiwohnen – VIELLEICHT. Ciao Olaf, wir schauen gespannt und kritisch darauf, was kommt.