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Dienstag, 6. September 2022

Das Plätzchen am Mississippi ist sehr schön, aber der Geräuschpegel der vorbeiführenden Einfallsstraße # 2 hat unseren Schlaf doch beeinträchtigt.

Als wir startklar sind, ist es gegen 10 Uhr. Wir verlassen bald danach die #2 und steuern über kleine Holpersträßchen – padam, padam, padam, padam, alle 100 Fuß eine Querrille – direkt westwärts auf den Lake Superior zu, den wir bei Silver Bay erreichen. Ab hier geht es nordwärts auf dem Hwy #61 Richtung Thunderbay, Ontario, Kanada. Die Strecke führt größtenteils direkt am See entlang mit schönen Aussichten und hübschen Ferienhäuschen am Wasser.

Die letzte gute Gelegenheit, sich noch einmal mit Diesel für unter 5 $ / Gal sowie im amerikanischen Liquor Store einzudecken, besteht in „Grand Marais“.

Danach durchfährt man keine größeren Ansiedlungen mehr. Einen schönen Aussichtspunkt auf den Lake Superior gibt es aber noch, den man nicht verpassen sollte zum Abschied aus den USA.

An der Grenze geht es dann uninteressiert zu, was die Ausreise aus den USA betrifft. „Last turnover before border“ steht vor dem Gebäude, an dem die Einreise abgewickelt wird, aber auf unserer Ausreiseseite steht niemand, ist kein Eingang, ist nichts.

100 Meter weiter an der Pigeon Bridge über das gleichnamige Flüsschen, das die Grenze bildet, werden wir angenehm freundlich vom einem kanadischen Grenzer begrüßt: „Hey guys, what‘s your plan for Canada? Passports please?“

Mit dem Eingeben des Passes taucht auf seinem Bildschirm auch gleich auf, dass wir brav das „ArriveCan-Formular“ ausgefüllt haben. Ob das ein in USA zugelassenes Womo sei? „Nein – ein deutsches.“ – „Ok – soll es in Canada überwintern?“ „Nein wir verschiffen es im Oktober zurück nach Deutschland und unser Heimflug ist auch schon auf den 4. 10. terminiert“ „Travel save and enjoy Canada“. So kann Einreise auch gehen !

Wir erinnern uns, dass wir am Fort William, Historical Site, im Gebiet von Thunderbay schon einmal ganz gut auf der Hinreise campiert haben und steuern diesen Platz wieder an. Diesmal im Sonnenschein und – nach dem Grenzübertritt auch schon wieder in einer neuen Zeitzone, dieser Tag hatte für uns nur 23 Stunden – wir schreiben uns für den Campground ein (Selfregistration im Visistorcenter).